• K wie KIRCHE - Gebete, Wortgottesdienste, Impulse und mehr (Laudes und Vesper) Podcast

    Laudes / Morgengebet am 12.4.24

    Laudes / Morgengebet am 12.4.24

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    Herr, öffne meine Lippen.

    Damit mein Mund dein Lob verkünde.

    Ehre sei dem Vater … Halleluja.

    Hymnus

    Herr, segne uns, lass uns dir dankbar sein,

    lass uns dich loben, solange wir leben,

    und mit den Gaben, die du uns gegeben,

    wollen wir tätig sein.

    Herr, geh mit uns und lass uns nicht allein,

    lass uns dein Wort und dein Beispiel bewahren,

    in der Gemeinde deine Kraft erfahren,

    lass uns Geschwister sein.

    Herr, sende uns, lass uns dein Segen sein,

    lass uns versuchen, zu helfen, zu heilen

    und unser Leben wie das

    Psalm 147 Verse 12–20

    Jerusalem, preise den Herrn, *

    lobsinge, Zion, deinem Gott!

    Denn er hat die Riegel deiner Tore fest gemacht, *

    die Kinder in deiner Mitte gesegnet;

    er verschafft deinen Grenzen Frieden *

    und sättigt dich mit bestem Weizen.

    Er sendet sein Wort zur Erde, *

    rasch eilt sein Befehl dahin.

    Er spendet Schnee wie Wolle, *

    streut den Reif aus wie Asche.

    Eis wirft er herab in Brocken, *

    vor seiner Kälte erstarren die Wasser.

    Er sendet sein Wort aus, und sie schmelzen, *

    er lässt den Wind wehen, dann rieseln die Wasser.

    Er verkündet Jakob sein Wort, *

    Israel seine Gesetze und Rechte.

    An keinem anderen Volk hat er so gehandelt, *

    keinem sonst seine Rechte verkündet.

    Ehre sei dem Vater …

    Stärke dein Volk im Vertrauen auf dich, der du auf Zion thronst.

    Gib allen das tägliche Brot und schenke uns deinen Frieden!

    Lesung Jes 55, 10–11

    Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht

    dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum

    Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und

    Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund

    verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was

    ich will, und erreicht das, wozu ich es ausgesandt habe.

    139 Freitag, 12. April · Morgen

    Benedictus – Lobgesang des Zacharias

    Antiphon zum Benedictus:

    Jesus nahm die Brote, sprach das Dankgebet und teilte sie aus an

    alle, die dort saßen. Halleluja.

    Bitten

    Lasst uns beten zu Gott, der allen Geschöpfen Nahrung gibt:

    A: Schenke uns dein Leben.

    – Dass wir beim gemeinsamen Mahl Freude und Verbundenheit

    erfahren.

    – Dass wir die Würde unserer Mitgeschöpfe achten und deine

    Gaben mit Ehrfurcht genießen.

    – Dass wir sehen lernen, wem wir mit einem guten Wort oder

    einem aufrichtigen Blick Hoffnung schenken können.

    Vaterunser

    Oration

    Heiliger Gott, du hast deinen Sohn der Schmach des Kreuzes unterworfen,

    um uns der Gewalt des Bösen zu entreißen. Gib uns

    die Gnade, dass auch wir deinem Willen gehorchen und einst

    in Herrlichkeit auferstehen. Darum bitten wir durch ihn, Jesus

    Christus.

    Gott wird uns durch Jesus Christus alles, was wir nötig haben,

    aus dem Reichtum seiner Herrlichkeit schenken.

    Unserem Gott und Vater sei die Ehre in alle

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    Laudes / Morgengebet am 11.4.24

    Laudes / Morgengebet am 11.4.24

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    Herr, öffne meine Lippen.

    Damit mein Mund dein Lob verkünde.

    Ehre sei dem Vater … Halleluja.

    Hymnus

    Heute preist unser Lob,

    den du erwähltest, Herr.

    Erbe nennen wir ihn,

    Bürger in deiner Stadt.

    Siegreich trägt er den Kranz,

    leuchtet in weißem Kleid,

    singt auf ewig das neue Lied.

    Schon im Dunkel der Welt

    folgte er deinem Licht,

    hielt der Finsternis stand,

    kämpfte den guten Kampf.

    Glaube wies ihm den Weg,

    Hoffnung verlieh ihm Kraft,

    liebend wurde er Christus gleich.

    Seine schützende Hand

    halte er über uns,

    Vorbild heiliger Kraft

    sei er in dieser Zeit.

    Bittend helfe er uns,

    dass wir vereint mit ihm

    Bürger seien in deiner Stadt.

    Höre, ewiger Gott,

    höre auf unser Lob.

    Gnädig blicke uns an,

    führe uns hin zu dir;

    lass uns jubelnd im Chor

    singen das neue Lied

    dir, dem Herrn aller Welt und Zeit. Amen.

    Zeitgenössisch

    Psalm 44 Verse 2–9

    Gott, wir hörten es mit eigenen Ohren, *

    unsere Väter erzählten uns

    von dem Werk, das du in ihren Tagen vollbracht hast, *

    in den Tagen der Vorzeit.

    Mit eigener Hand hast du Völker vertrieben, *

    sie aber eingepflanzt.

    Du hast Nationen zerschlagen, *

    sie aber ausgesät.

    Denn sie gewannen das Land nicht mit ihrem Schwert, *

    noch verschaffte ihr Arm ihnen den Sieg;

    129 Donnerstag, 11. April · Morgen

    nein, deine Rechte war es,

    dein Arm und dein leuchtendes Angesicht; *

    denn du hattest an ihnen Gefallen.

    Du, mein König und mein Gott, *

    du bist es, der Jakob den Sieg verleiht.

    Mit dir stoßen wir unsere Bedränger nieder, *

    in deinem Namen zertreten wir unsere Gegner.

    Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, *

    noch kann mein Schwert mir helfen;

    nein, du hast uns vor unsern Bedrängern gerettet; *

    alle, die uns hassen, bedeckst du mit Schande.

    Wir rühmen uns Gottes den ganzen Tag *

    und preisen deinen Namen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater …

    Für deine Sache, Gott des Lebens, lohnt es sich zu streiten. Lass

    uns dein Angesicht leuchten und hilf uns auf in Bedrängnis.

    Lesung Hebr 13, 12–15

    Jesus hat, um durch sein eigenes Blut das Volk zu heiligen, außerhalb

    des Tores gelitten. Lasst uns also zu ihm vor das Lager

    hinausziehen und seine Schmach auf uns nehmen. Denn wir

    haben hier keine Stadt, die bestehen bleibt, sondern wir suchen

    die künftige. Durch ihn also lasst uns Gott allezeit das Opfer des

    Lobes darbringen, nämlich die Frucht der Lippen, die seinen Namen

    preisen.

    Benedictus – Lobgesang des Zacharias

    Antiphon zum Benedictus:

    Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in

    dieser Welt geringachtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.

    Bitten

    Gepriesen sei Jesus Christus, der Auferstandene, die Hoffnung der

    Seinen:

    A: Erfülle uns mit deinem Licht.

    – Dass wir in Trauer und Angst unser Vertrauen in deine rettende

    Macht bewähren.

    – Dass wir dir froh entgegengehen, wenn unsere Lebenskraft

    schwächer wird.

    – Dass wir den Menschen deine Liebe bringen und selbst von

    ihrer Freude getragen werden.

    Vaterunser

    Oration

    Gott und Herr, der heilige Bischof Stanislaus hat sich unerschrocken

    für deine Ehre eingesetzt und ist unter dem Schwert der

    Verfolger gefallen. Gib auch uns die Kraft, bis zu unserem Tode

    im Glauben standhaft zu bleiben. Darum bitten wir durch Jesus

    Christus.

    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil

    und führe uns zum ewigen Leben.

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    Laudes / Morgengebet am 10.4.24

    Laudes / Morgengebet am 9.4.24

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    Herr, öffne meine Lippen.

    Damit mein Mund dein Lob verkünde.

    Ehre sei dem Vater … Halleluja.

    Hymnus

    Gelobt sei Gott im höchsten Thron

    samt seinem eingebornen Sohn,

    der für uns hat genug getan.

    Halleluja, halleluja, halleluja.

    Des Morgens früh am dritten Tag,

    da noch der Stein am Grabe lag,

    erstand er frei, ohn alle Klag.

    Halleluja, halleluja, halleluja.

    Der Engel sprach: „Nun fürcht’ euch nicht,

    denn ich weiß wohl, was euch gebricht:

    Ihr sucht Jesus; den findt ihr nicht.

    Halleluja, halleluja, halleluja.

    Er ist erstanden von dem Tod,

    hat überwunden alle Not.

    Kommt, seht, wo er gelegen hat.“

    Halleluja, halleluja, halleluja.

    Nun bitten wir dich, Jesu Christ,

    weil du vom Tod erstanden bist:

    Verleihe, was uns selig ist.

    Halleluja, halleluja, halleluja.

    O mache unser Herz bereit,

    damit von Sünden wir befreit

    dir mögen singen allezeit:

    Halleluja, halleluja, halleluja.

    Michael Weiße 1531

    Psalm 97

    Der Herr ist König. Die Erde frohlocke! *

    Freuen sollen sich die vielen Inseln.

    Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel, *

    Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns.

    Verzehrendes Feuer läuft vor ihm her *

    und frisst seine Gegner ringsum.

    Seine Blitze erhellen den Erdkreis; *

    die Erde sieht es und bebt.

    Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn, *

    vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt.

    Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel, *

    seine Herrlichkeit schauen alle Völker.

    Alle, die Bildern dienen, werden zuschanden, /

    alle, die sich der Götzen rühmen. *

    Vor ihm werfen sich alle Götter nieder.

    Zion hört es und freut sich, *

    Judas Töchter jubeln, Herr, über deine Gerichte.

    Denn du, Herr, bist der Höchste über der ganzen Erde, *

    hoch erhaben über alle Götter.

    Ihr, die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse! /

    Er behütet das Leben seiner Frommen, *

    er entreißt sie der Hand der Frevler.

    Ein Licht erstrahlt den Gerechten *

    und Freude den Menschen mit redlichem Herzen.

    Ihr Gerechten, freut euch am Herrn *

    und lobt seinen heiligen Namen!

    Ehre sei dem Vater …

    König des Alls, in Wolken und Dunkel bist du verborgen. Sei

    gepriesen, denn du hast dein Heiligtum aufgetan und uns einen

    Strahl deines Lichtes gesandt.

    Lesung Röm 6, 8–11

    Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott. So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

    Benedictus

    Bitten

    Gepriesen sei Jesus Christus, der in Ewigkeit lebt. Zu ihm rufen wir:

    A: Gib uns Anteil an deinem Leben.

    – Mach uns bereit, für die Weisung des Vaters Schmach und Verfolgung

    zu ertragen.

    A: Gib uns Anteil an deinem Leben.

    – Bring in uns die Quelle lebendigen Wassers zum Sprudeln, damit

    unser Tun Frucht bringt.

    – Mach uns selbst zu Brot, das unsere Mitmenschen stärkt.

    Vaterunser

    Oration

    Allmächtiger Gott, in den österlichen Geheimnissen, die wir jedes

    Jahr feiern, hast du dem Menschen seine ursprüngliche Würde

    wiedergeschenkt und uns die sichere Hoffnung gegeben, dass wir

    auferstehen werden. Gib, dass die Erlösung, die wir gläubig feiern,

    in täglichen Werken der Liebe an uns sichtbar wird. Darum

    bitten wir durch Jesus Christus.

    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil

    und führe uns zum ewigen Leben.

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    Laudes / Morgengebet am 9.4.24

    Laudes / Morgengebet am 9.4.24

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    Herr, öffne meine Lippen.

    Damit mein Mund dein Lob verkünde.

    Ehre sei dem Vater … Halleluja.

    Hymnus

    Du Morgenstern, du Licht vom Licht,

    Das durch die Finsternisse bricht,

    Du gingst vor aller Zeiten Lauf

    In unerschaffner Klarheit auf.

    Du Lebensquell, wir danken dir,

    Auf dich, Lebend’ger, hoffen wir;

    Denn du durchdrangst des Todes Nacht,

    Hast Sieg und Leben uns gebracht.

    Du ewge Wahrheit, Gottes Bild,

    Der du den Vater uns enthüllt,

    Du kamst herab ins Erdental

    Mit deiner Gotterkenntnis Strahl.

    Bleib bei uns, Herr, verlass uns nicht,

    Führ uns durch Finsternis zum Licht,

    Bleib auch am Abend dieser Welt

    Als Hilf und Hort uns zugesellt.

    Johann Gottfried Herder (1744–1803)

    Psalm 65 Verse 2–14

    Dir gebührt Lobgesang, Gott, auf dem Zion, *

    dir erfüllt man Gelübde.

    Du erhörst die Gebete. *

    Alle Menschen kommen zu dir unter der Last ihrer Sünden.

    Unsere Schuld ist zu groß für uns, *

    du wirst sie vergeben.

    Wohl denen, die du erwählst und in deine Nähe holst, *

    die in den Vorhöfen deines Heiligtums wohnen.

    Wir wollen uns am Gut deines Hauses sättigen, *

    am Gut deines Tempels.

    Du vollbringst erstaunliche Taten, *

    erhörst uns in Treue, du Gott unsres Heiles,

    du Zuversicht aller Enden der Erde *

    und der fernsten Gestade.

    Du gründest die Berge in deiner Kraft, *

    du gürtest dich mit Stärke.

    Du stillst das Brausen der Meere, *

    das Brausen ihrer Wogen, das Tosen der Völker.

    Alle, die an den Enden der Erde wohnen, /

    erschauern vor deinen Zeichen; *

    Ost und West erfüllst du mit Jubel.

    Du sorgst für das Land und tränkst es; *

    du überschüttest es mit Reichtum.

    Der Bach Gottes ist reichlich gefüllt, *

    du schaffst ihnen Korn; so ordnest du alles.

    Du tränkst die Furchen, ebnest die Schollen, *

    machst sie weich durch Regen, segnest ihre Gewächse.

    Du krönst das Jahr mit deiner Güte, *

    deinen Spuren folgt Überfluss.

    In der Steppe prangen die Auen, *

    die Höhen umgürten sich mit Jubel.

    Die Weiden schmücken sich mit Herden, /

    die Täler hüllen sich in Korn. *

    Sie jauchzen und singen.

    Ehre sei dem Vater …

    Die Enden der Erde freuen sich an dir, Gott Israels. Du segnest die

    Völker in deiner Güte. Lass alle Menschen dich loben.

    Lesung 1 Joh 1, 5b.7

    Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm. Wenn wir im

    Licht leben, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander,

    und das Blut seines Sohnes Jesus reinigt uns von aller

    Sünde.

    Benedictus

    Bitten

    Ewiges Wort des Vaters, Jesus Christus, du willst uns dein Leben

    schenken. Wir bitten dich:

    A: Öffne uns Ohren und Herzen.

    Gib uns Zeit und Ruhe, um in der Bibel zu lesen,

    – und lass deine Botschaft in uns Wurzeln schlagen.

    Du hast das Evangelium von Gottes Barmherzigkeit verkündet,

    indem du barmherzig gehandelt hast;

    – lass uns den Zusammenhang deines Sprechens und Tuns tiefer

    erfassen.

    Bis zur letzten Konsequenz hast du an deiner Botschaft festgehalten;

    – hilf uns, in allem auf die Treue des Vaters zu bauen.

    A: Öffne uns Ohren und Herzen.

    Vaterunser

    Oration

    Allmächtiger Gott, du hast uns in den österlichen Sakramenten

    das Unterpfand der kommenden Herrlichkeit gegeben. Hilf uns,

    den Sieg des Auferstandenen zu verkünden, und lass die Fülle

    seiner Herrlichkeit an uns offenbar werden, wenn er wiederkommt.

    Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt

    und herrscht in alle Ewigkeit.

    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil

    und führe uns zum ewigen Leben.

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    Laudes / Morgengebet am 8.4.24

    Laudes / Morgengebet am 8.4.24

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    Herr, öffne meine Lippen.

    Damit mein Mund dein Lob verkünde.

    Christus, das ewige Wort, nahm heute Fleisch an für uns;

    lasst uns den Herrn loben und preisen.

    Ehre sei dem Vater … Halleluja.

    Hymnus

    Maria war alleine, versunken im Gebet:

    „Emmanuel, erscheine; dich kündet der Prophet.“

    O Davids Sohn, wie gern möcht ich dich schaun

    und dienen deiner Mutter, der Königin der Fraun.

    Kyrie eleison.

    Und sieh, gesandt von oben, ein Engel trat herein:

    „Maria, hoch erhoben, gegrüßet sollst du sein!“

    Die Huld und Kraft des Ewgen ist mit dir.

    O zage nicht, Maria, dich schmückt der Gnaden Zier.

    Kyrie eleison.

    „Du sollst der Welt gebären des Allerhöchsten Sohn,

    und ewiglich wird währen des Vaters David Thron.

    An dir, o Jungfrau, Großes sich erweist,

    du wirst von Gott empfangen, betaut vom Heilgen Geist.“

    Kyrie eleison.

    Maria sprach mit Neigen: „Ich bin des Herren Magd;

    er mag an mir erzeigen, was du mir angesagt.“

    Der Engel schied. Das Wunder ist geschehn.

    Lass dich nun bald, o Heiland, in unsrer Mitte sehn.

    Kyrie eleison.

    Joseph Mohr (1834–1892)

    Psalm 42 Verse 7–12

    Betrübt ist meine Seele in mir, darum denke ich an dich *

    im Jordanland, am Hermon, am Mizar-Berg.

    Flut ruft der Flut zu beim Tosen deiner Wasser, *

    all deine Wellen und Wogen gehen über mich hin.

    Bei Tag schenke der Herr seine Huld; *

    ich singe ihm nachts und flehe zum Gott meines Lebens.

    Ich sage zu Gott, meinem Fels: *

    „Warum hast du mich vergessen?

    Warum muss ich trauernd umhergehen, *

    von meinem Feind bedrängt?“

    Wie ein Stechen in meinen Gliedern *

    ist für mich der Hohn der Bedränger;

    denn sie rufen mir ständig zu: *

    „Wo ist nun dein Gott?“

    Meine Seele, warum bist du betrübt *

    und bist so unruhig in mir?

    Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, *

    meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.

    Ehre sei dem Vater …

    Vertreibe, Vater, die Betrübnis aus unseren Herzen. Zeig uns dein

    Antlitz; denn wir schauen aus nach dir.

    Lesung vgl. 1 Kor 1, 7b–9

    Wir warten auf die Offenbarung Jesu Christi, unseres Herrn. Er wird uns festigen bis ans Ende, sodass wir schuldlos dastehen am Tag Jesu, unseres Herrn. Treu ist Gott, durch den wir berufen worden sind zur Gemeinschaft mit seinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus.

    Benedictus

    Bitten

    Erfüllt vom Heiligen Geist, hat Maria Ja zu Gottes Plänen gesagt.

    Damit Gottes Kraft auch in uns wirken kann, bitten wir ihn:

    A: Lass dein Wort in uns wachsen.

    – Dass wir spüren, wie nah du uns bist.

    – Dass wir offen sind für das, was du mit uns vorhast.

    – Dass wir unsere Schwestern und Brüder im Glauben stärken.

    Vaterunser

    Oration

    Gott, du bist groß und unbegreiflich. Nach deinem Willen ist dein ewiges Wort im Schoß der Jungfrau Maria Mensch geworden Gläubig bekennen wir, dass unser Erlöser wahrer Gott und wahrer Mensch ist. Mache uns würdig, Anteil zu erhalten an seinem göttlichen Leben. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus. Der Heilige Geist komme über uns, er lasse uns spüren, was Gott von uns will, und schenke uns Kraft, es zu tun.

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Herr Kelch erklärt die Kirche – Liturgie

Eine Liturgie ist in der kath. Kirche ein Begegnungsgeschehen zwischen Gott und Mensch. Soweit so gut. In der Kirche werden aber in der Liturgie zwei Dimensionen verknüpft.

Laut dem 2. Vatikanischen Konzil – das ist das bisher letzte große Treffen aller Päpste, in dem zahlreiche Regeln für die katholische Kirche beschlossen wurden – sind eben diese beiden Dimensionen zum einen als die „Heilung des Menschen“ und zum anderen als die „Verherrlichung Gottes“ bezeichnet. Nachlesen kann man das im Sacrosanctum Consilium 7.

Im Mittelpunkt der Liturgie steht das sog. Pas-cha-mysterium. Im Pas-cha-mysterium feiert die kath. Kirche, dass das Leben gesiegt hat und zwar durch den Tod Jesu und seiner drei Tage später stattgefundenen Auferstehung. Mit anderen Worten: Christen sprechen von der Erlösung.

Und eben das feiern Christen in der Liturgie. Die Liturgie in einem Gottesdienst erzählt in Sprache und nichtsprachlichen Zeichen die Lebensgeschichte Jesu.

Durch die Liturgie versucht man sich der Glaubensgeschichte anzunähern. Es wird von der Überzeugung getragen, in Zeichen und Wörten in symbolisch-rituell verdichteter Form – also in der Zeit, die ein Gottesdienst halt dauert – Gott zu begegnen und an seiner Heilsgegenwart Anteil zu haben.

 „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“, so steht es in im Matthäus Evangelium 18,20. Christen glauben daran, dass Christi in der Liturgie gegenwärtig ist. Und da das so ist, ist eine Liturgie auch immer eine Geschichte aus der Vergangenheit mit Bezügen zum Hier und Jetzt und bietet auch einen Ausblick in die Zukunft.