Wir wünschen frohe und gesegnete Weihnachten!
Zelebrant: Diakonatsbewerber Oliver Kelch
Pfarrei St. Peter Recklinghausen
Bistum Münster
Wir wünschen frohe und gesegnete Weihnachten!
Zelebrant: Diakonatsbewerber Oliver Kelch
Pfarrei St. Peter Recklinghausen
Bistum Münster
Laudes & Adventspodlender (24.12.2023)
Morgengebet
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen.
Ps 89, 2a
Ehre sei dem Vater … Halleluja.
Hymnus
Zu diesem Lied finden Sie eine Auslegung auf den Seiten 373–375.
Es kommt ein Schiff, geladen
bis an sein höchsten Bord,
trägt Gottes Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewigs Wort.
Das Schiff geht still im Triebe,
es trägt ein teure Last;
das Segel ist die Liebe,
der Heilig Geist der Mast.
Morgen · Sonntag, 24. Dezember 250
Der Anker haft’ auf Erden,
da ist das Schiff am Land.
Das Wort will Fleisch uns werden,
der Sohn ist uns gesandt.
Zu Betlehem geboren
im Stall ein Kindelein,
gibt sich für uns verloren:
Gelobet muss es sein.
Und wer dies Kind mit Freuden
umfangen, küssen will,
muss vorher mit ihm leiden
groß Pein und Marter viel,
danach mit ihm auch sterben
und geistlich auferstehn,
das ewig Leben erben,
wie an ihm ist geschehn.
Elsass, 15. Jahrhundert; Bearbeitung: Daniel Sudermann um 1626
GL 236 · GL 1975 114 · KG 305 · EG 8
Canticum Dan 3, 52–57
Antiphon:
Lasst uns ein Loblied singen dem Herrn, unserm Gott. Halleluja.
Gepriesen bist du, Herr, du Gott unserer Väter, *
gelobt und gerühmt in Ewigkeit.
Gepriesen ist dein heiliger, herrlicher Name, *
hoch gelobt und verherrlicht in Ewigkeit.
Gepriesen bist du im Tempel deiner heiligen Herrlichkeit, *
hoch gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.
Gepriesen bist du,
der in die Tiefen schaut und auf Kerubim thront, *
gelobt und gerühmt in Ewigkeit.
Gepriesen bist du auf dem Thron deiner Herrschaft, *
hoch gerühmt und gefeiert in Ewigkeit.
Gepriesen bist du am Gewölbe des Himmels, *
gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.
Preist den Herrn, all ihr Werke des Herrn; *
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Ehre sei dem Vater …
Lesung Jes 49, 8b–9
So spricht der Herr: Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt,
der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem
Land und das verödete Erbe neu zu verteilen, den Gefangenen
zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind:
Kommt ans Licht!
Benedictus – Lobgesang des Zacharias
Antiphon zum Benedictus:
Für Maria erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte.
Bitten
Du unser Vater, allen deinen Kindern möchtest du gut sein. Wir
bitten dich:
A: Mach unsre Herzen weit.
– Dass wir Neid und Missgunst ablegen.
– Dass wir spüren, wo jemand unsere Hilfe braucht.
– Dass wir froh in Erinnerung bewahren, was wir anderen verdanken.
Vaterunser
Oration
Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung
Zelebrant: Oliver Kelch, Diakonatsbewerber Bistum Münster und Theologe (ThiF)
Laudes & Adventspodlender (23.12.2023)
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater … Halleluja.
Hymnus
Und Unsrer Lieben Frauen,
der traumete ein Traum,
wie unter ihrem Herzen
gewachsen war ein Baum.
Kyrieleison.
Und wie der Baum ein Schatten gab
wohl über alle Land:
Herr Jesus Christ, der Heiland,
also ist er genannt.
Kyrieleison.
Herr Jesus Christ, der Heiland,
ist unser Heil und Trost:
mit seiner bittern Marter
hat er uns all erlost.
Kyrieleison.
Beuttners Gesangbuch, 1602
Canticum Jer 17, 7–8
Antiphon:
Wer auf den Herrn seine Hoffnung setzt, hat nichts zu fürchten.
Unablässig bringt er seine Früchte.
Gesegnet der Mann, der sich auf den Herrn verlässt *
und dessen Hoffnung der Herr ist!
Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist *
und am Bach seine Wurzeln ausstreckt:
Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; *
seine Blätter bleiben grün;
auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, *
unablässig bringt er seine Früchte.
Ehre sei dem Vater …
Lesung Jer 30, 21–22
So spricht der Herr: Jakobs Machthaber wird ihm selbst entstammen,
sein Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen. Ich
gewähre ihm Zutritt, sodass er mir nahen kann; denn wer sonst
dürfte sein Leben wagen, um mir zu nahen? – Spruch des Herrn.
Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.
Benedictus – Lobgesang des Zacharias
Antiphon zum Benedictus:
Seht, nun ist alles erfüllt, was der Engel von der Jungfrau gesagt
hat.
Bitten
Guter Schöpfer, du rufst uns ins Leben. Wir bitten dich:
A: Pflanze deine Liebe in uns ein.
– Dass wir uns keinem verweigern, der uns braucht.
– Dass die Kraft deiner Güte von uns ausstrahlt.
– Dass wir dir entgegenwachsen.
Vaterunser
Oration
Allmächtiger Gott, schon naht das Fest der Geburt deines Sohnes,
der aus Maria, der Jungfrau, Fleisch angenommen hat, um unser
Los zu teilen. Wir bitten dich: Dein ewiges Wort komme und
wohne unter uns mit seinem Erbarmen, unser Herr Jesus Christus,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
Zelebrant: Oliver Kelch, Diakonatsbewerber Bistum Münster und Theologe (ThiF)
Laudes & Adventspodlender (22.12.2023)
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater … Halleluja.
Hymnus
O Heiland, reiß die Himmel auf,
herab, herab vom Himmel lauf.
Reiß ab vom Himmel Tor und Tür,
reiß ab, wo Schloss und Riegel für.
O Gott, ein Tau vom Himmel gieß,
im Tau herab, o Heiland, fließ.
Ihr Wolken brecht und regnet aus
den König über Jakobs Haus.
O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd,
dass Berg und Tal grün alles werd.
O Erd, herfür dies Blümlein bring,
o Heiland, aus der Erden spring.
Friedrich Spee 1622 – GL 231 · GL 1975 105 · KG 302 · EG 7, Strophen 1–3
Canticum Jes 26, 1b–4.7–9
Antiphon:
Meine Seele sehnt sich nach dir in der Nacht, mein Geist verlangt
nach dir am Morgen.
Zion ist unsre befestigte Stadt, *
zu unserem Schutz baute der Herr Mauern und Wälle.
Öffnet die Tore, /
damit ein gerechtes Volk durch sie einzieht, *
ein Volk, das dem Herrn die Treue bewahrt.
Sein Sinn ist fest; /
du schenkst ihm Ruhe und Frieden; *
denn es verlässt sich auf dich.
Verlasst euch stets auf den Herrn; *
denn der Herr ist ein ewiger Fels.
Der Weg des Gerechten ist gerade, *
du ebnest dem Gerechten die Bahn.
Herr, auf das Kommen deines Gerichts vertrauen wir. *
Deinen Namen anzurufen und an dich zu denken
ist unser Verlangen.
Meine Seele sehnt sich nach dir in der Nacht, *
auch mein Geist ist voll Sehnsucht nach dir.
Denn dein Gericht ist ein Licht für die Welt, *
die Bewohner der Erde lernen deine Gerechtigkeit kennen.
Ehre sei dem Vater …
Lesung Jes 45, 8
Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit
regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, sie
lasse Gerechtigkeit aufsprossen. Ich, der Herr, will es vollbringen.
Benedictus – Lobgesang des Zacharias
Antiphon zum Benedictus:
Als der Klang deines Grußes an mein Ohr drang, da regte sich vor
Freude das Kind in meinem Schoß. Halleluja.
Bitten
Ewiger Gott, in deinem geliebten Sohn hast du dich uns zugeneigt.
Wir bitten dich:
A: Lass dein göttliches Wort Fleisch werden in uns.
– In unserm Atmen und unserem Sprechen.
– In unsern Gedanken und in unserm Tun.
– In unserm Glauben, Hoffen und Lieben.
Vaterunser
Oration
Barmherziger Gott, du hast die Not des Menschen gesehen, der
dem Tod verfallen war, und hast ihn erlöst durch die Ankunft
deines Sohnes. Gib uns die Gnade, das Geheimnis der Menschwerdung
in Ehrfurcht zu bekennen und in der Gemeinschaft mit
unserem Erlöser das Heil zu finden. Darum bitten wir durch ihn,
Jesus Christus.
Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
Zelebrant: Oliver Kelch, Diakonatsbewerber Bistum Münster und Theologe (ThiF)
Laudes & Adventspodlender (21.12.2023)
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater … Halleluja.
Hymnus
Es gibt eine kostbare Rose,
die niemals verwelken kann.
Sie trotzt allem Frost auf Erden,
fängt stets neu zu blühen an.
Sie blühte für Moses, den Hirten,
am Fuße des Sinai,
im Feuerbusch Gottes Versprechen,
als Israel „Hilf doch!“ schrie.
Sie blühte in Betlehems Winter,
in Nazarets Frühlingspracht,
sie blühte als Flamme in Dornen,
in Golgatas blutender Nacht.
Sie blüht in der Welt immer weiter,
sie duftet nach Sommer und Glück
zum Trost aller Niedergebeugten
durch Herbstlos und Erdengeschick.
O brennende Rose, die mitten
in Kälte und Schmerz erglüht!
O heiliges Zeichen auf Erden!
Sie heißt Gottes Liebe – und blüht.
Jürgen Henkys 2009, nach Svein Ellingsen „Det finnes en dyrebar rose“,
im Anschluss an die Tradition der „Rose unter den Dornen“ (Hld 2, 1 f.
nach Luthers originaler Übersetzung),
© Deutscher Text: Strube Verlag, München
Canticum Jes 40, 1–8
Antiphon:
Es offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alle Sterblichen werden
sie sehen.
Tröstet, tröstet mein Volk, *
spricht euer Gott.
Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt, *
dass ihr Frondienst zu Ende geht,
dass ihre Schuld beglichen ist;
denn sie hat die volle Strafe erlitten
von der Hand des Herrn *
für all ihre Sünden.
Eine Stimme ruft: /
Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! *
Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott!
Jedes Tal soll sich heben, *
jeder Berg und Hügel sich senken.
Was krumm ist, soll gerade werden, *
und was hüglig ist, werde eben.
Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, /
alle Sterblichen werden sie sehen. *
Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.
Eine Stimme sagte: Verkünde! *
Ich fragte: Was soll ich verkünden?
Alles Sterbliche ist wie das Gras, *
und all seine Schönheit ist wie die Blume auf dem Feld.
Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, /
wenn der Atem des Herrn darüber weht. *
Wahrhaftig, Gras ist das Volk.
Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, *
doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit. –
Ehre sei dem Vater …
Lesung Jes 7, 14b–15
Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen
Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel – Gott
mit uns – geben. Er wird Butter und Honig essen bis zu der Zeit,
in der er versteht, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen.
Benedictus – Lobgesang des Zacharias
Bitten
Guter Schöpfer, wir bitten dich um Jesu gewaltlose Entschiedenheit für das Leben und rufen:
A: Salbe uns mit deiner Kraft.
– Dass wir mutig für deine barmherzige Gerechtigkeit einstehen, wo es auf uns ankommt.
– Dass wir uns unabhängig von Kultur, Religion oder Herkunft
mit den Menschen verbünden, die an einer guten Zukunft für alle bauen wollen.
– Dass wir trotz angeblicher Sachzwänge und allzu menschlicher Beharrungskräfte an unserem großen Lebensziel festhalten.
Vaterunser
Oration
Gnädiger Gott, du erfüllst uns mit Freude über das Kommen deines Sohnes in unserem Fleisch. Schenke uns bei seinem Kommen in Herrlichkeit das ewige Leben, das du uns verheißen hast. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
Zelebrant: Oliver Kelch, Diakonatsbewerber Bistum Münster und Theologe (ThiF)