Laudes – Morgengebet (22.09.2023)

Laudes – Morgengebet (22.09.2023)

aus dem Magnifikat

Herr, öffne meine Lippen.

Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Ehre sei dem Vater … Halleluja.

Hymnus

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,

flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot,

um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.

So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.

Menschen gehen zu Gott in seiner Not,

finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot,

sehn ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.

Christen stehen bei Gott in seinen Leiden.

Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,

sättigt den Leib und die Seele mit seinem Brot,

stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod

und vergibt ihnen beiden.

Dietrich Bonhoeffer (1906–1945)

Psalm 55 Verse 2–9

Vernimm, o Gott, mein Beten; *

verbirg dich nicht vor meinem Flehen!

Achte auf mich und erhöre mich! *

Unstet schweife ich umher und klage.

Das Geschrei der Feinde macht mich verstört; *

mir ist angst, weil mich die Frevler bedrängen.

Sie überhäufen mich mit Unheil *

und befehden mich voller Grimm.

Mir bebt das Herz in der Brust; *

mich überfielen die Schrecken des Todes.

Furcht und Zittern erfassten mich; *

ich schauderte vor Entsetzen.

Da dachte ich: „Hätte ich doch Flügel wie eine Taube, *

dann flöge ich davon und käme zur Ruhe.“

Weit fort möchte ich fliehen, *

die Nacht verbringen in der Wüste.

An einen sicheren Ort möchte ich eilen *

vor dem Wetter, vor dem

Wenn uns Unheil bedrängt, der tobende Sturm uns ängstigt, lass

uns zur Ruhe kommen bei dir. In der Einsamkeit lass uns spüren,

dass du uns beschützt.

Lesung Gal 2, 19b–20

Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe,

sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser

Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich

geliebt und sich für mich hingegeben hat.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus:

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes hat uns besucht das

aufstrahlende Licht aus der Höhe.

Bitten

An einer Stelle schreibt Dante Alighieri: „Wer eine Not erblickt

und wartet, bis er um Hilfe gebeten wird, ist ebenso schlecht, als

ob er sie verweigert hätte.“ Bitten wir darum Gott:

A: Gib uns ein fühlendes Herz.

– Dass wir merken, wo wir gebraucht werden.

– Dass wir Mut fassen, wo wir unsicher oder ängstlich sind.

– Dass wir handeln, wo es auf uns ankommt.

Vaterunser

Oration

Herr und Gott, schenk uns den Reichtum deiner Gnade und lenke

unsere Schritte auf dem Weg deiner Gebote, damit wir schon

in diesem Leben Trost und Frieden finden und einst die ewige

Freude erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil

und führe uns zum ewigen Leben.

Zelebrant: Oliver Kelch, Diakonatsbewerber im Bistum Münster und Theologe (ThiF)

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